Am 24. Dezember 1986 wurde in O GLOBO über die Gründung von Ali Motors berichtet. Unternehmensgründer war niemand anderer als der ehemalige Boxweltmeister im Schwergewicht Muhammad Ali. Ali Motors sollte die Vermarktung von Fahrzeugen im arabischen Raum übernehmen. Ursprünglich geplant war, auf dem Chassis eines Pontiac Fiero eine Karosserie mit luxuriöser Innenausstattung zu setzen. Die Fahrzeuge sollten die Bezeichnung 3WC (three world championships) erhalten – eine Anspielung auf die drei Weltmeistertitel von Muhammad Ali. Dazu kam es aber nicht.

Die Puma Fabrik in São Paulo wurde zwar 1986 geschlossen und die Produktionsrecht waren bereits an Araucaria Veículos verkauft, trotzdem existierte immer noch ein Puma-Vertreter in Texas. Dieser Mann namens Kevin Haines hatte einen Freund, der wie ein Schmetterling schwebte und wie eine Biene stach: Muhammad Ali. Haines überzeugte Ali davon, in Puma zu investieren. Ali handelte am 26. April 1987 einen Vertrag aus mit Sheich Al Fassi aus Saudi-Arabien. Darin ging es um eine Bestellung über 400 Fahrzeuge (einige Quellen sagen 440, eine sagt 1.440). Geliefert werden sollte eine Sonderausgabe des Puma P-108 Cabrio, das im gesamten Nahen Osten vertrieben werden sollte. Rubens Maluf Dabul, damaliger Inhaber von Araucaria, sagte in einem Interview, dass der Vertrag mit dem Boxer über die Ausfuhr von 500 Puma im ersten Jahr vereinbart war.

Zwischen 1988 und 1989 wurden zwei Prototypen fertiggestellt und eine Karosserie für einen dritten Wagen begonnen. Die Prototypen erhielten einen luftgekühlten Volkwagen Motor mit 1,6 Liter Hubraum und zwei Vergasern. Die Cabrio-Version des Puma Al Fassi tauchte 2009 überraschend wieder auf. Der zweite Wagen (das Coupé) dürfte zu Testzwecken in die arabische Welt geliefert worden sein. Der Verbleib der Karosserie ist unbekannt.