Der Malzoni GT bestand aus einem Profilrahmen und einer GFK-Karosserie, eine Bauart, die seit der Einführung der Corvette von Chevrolet (1953) vor allem bei Kleinserienherstellern immer beliebter wurde. Der anfangs nur für Rennzwecke entwickelte Wagen bekam schnell eine kleine Fangemeinde. Die Firma Vemag (Veícolus e Máquinas Agrícolas) in São Paulo, der brasilianische DKW-Lizenznehmer, steuerte Chassis und Technik bei, spendierte das Markenzeichen und übernahm sogar den Vertrieb.

Im Jahre 1966 machte sich der Malzoni GT unsterblich, als er bei der "Mil Milhas", der brasilianischen Mille-Miglia-Version, beinahe den Sieg herausgefahren hätte. Bis zur drittletzten Runde lag der weiße Malzoni GT in Führung. Am Steuer wechselten sich Jan Balder und der spätere Formel-1-Champion Emerson Fittipaldi ab. Dann spielte die Technik verrückt, sie mussten an die Box und fielen zurück. Doch den beiden Haudegen gelang es, das DKW-Coupé auf Platz drei zu halten.