Europa

Zusammen mit der Entwicklung des Puma GT basierend auf Volkswagen-Technik wurden erste Export-Bestrebungen angestellt. Erster Zielmarkt war Amerika. So wurde der erste Puma per Flugzeug zu einer Auto-Show nach New York gesendet. Obwohl ursprünglich die Expansion Richtung Amerika oberste Priorität hatte, kam Puma S.A. mit dem Handelspartner in der Schweiz viel schneller ins Geschäft. In der Schweiz wurde der General-Importeur für ganz Europa etabliert. Von dort wurde der Markt in Österreich und Deutschland bearbeitet. Im Laufe der Zeit wurden weitere Handelspartner in Schweden, Norwegen, Dänemark, Holland, Belgien, England, Frankreich, Spanien und Portugal gefunden.

Die Karte zeigt die Route der Promotion-Tour, die Jorge Lettry 1969 quer durch Europa mit einem Puma GT vom Typ1 innerhalb von 6 Monaten unternahm. Der Startpunkt der Tour war in Cabo de Sao Vicente, Portugal und führte Lettry über 17.000 km sogar nach Norwegen, genauer gesagt nach Laponia am Nordkap. Jorge Lettry legte die ganze Strecke alleine zurück. Lettry wollte nicht nur die Leistung des Pumas unter harten Bedingungen testen, sondern auch Werke anderer Automobilhersteller besuchen und das Fahrzeug bekannt machen. Unter anderen besuchte er Fiat, Alfa Romeo, Ferrari, Alpine, Renault und Abarth. Bei allen Herstellern wurde die gute Qualität des Pumas besonders positiv angemerkt.

Aufgrund der vielen Zwischenstopps dauerte die gesamte Reise 90 Tage (Hin- und Rückfahrt), von Mai bis Juli 1969.Lettry reiste von Portugal aus über Spanien, Frankreich, England, Belgien, Niederlanden, Dänemark, Schweden und Norwegen. Er überquerte am 11. Juli 1969 den Polarkreis Richtung Nordkap, der gleiche Tag an dem Apollo 11 auf dem Mond landete. Auf der ganzen Reise gab es keinerlei technische Probleme, mit Ausnahme eines Unfalls mit einem Mercedes-Benz in Norwegen. Keine Person kam zu Schaden, nur die vorderen linken Scheinwerfer beider Fahrzeuge wurden beschädigt. Auf der Rückfahrt fuhr Lettry durch Finnland, Schweden, Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien wo das Fahrzeug zurück nach Brasilien verschifft wurde.